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4 Einwürfe zur Stadiondiskussion

Als Initiative „Sturm braucht eine Heimat“ begrüßen wir die aktuellen Vorstöße der Stadtkoalition zur längst überfälligen Lösung der Stadionfrage. Natürlich ist zu befürchten, dass noch einiges Wasser die Mur runterrinnen wird, bis Liebenau gänzlich in schwarz-weißer Hand ist. Dennoch ist das klare Bekenntnis zur 2-Stadien-Lösung inklusive konkreter Standortsuche der größte Schritt nach vorne, seit wir 2019 diese Initiative ins Leben gerufen und das Thema aufs politische Parkett gebracht haben.

Dass ein so folgenreicher Schritt auch Gegenstimmen und Zwischenrufe nach sich zieht, war zu erwarten. Auffällig ist für uns dabei aber, dass in der öffentlichen Debatte – sei es in Zeitungsberichten und -kommentaren, sei es in Online-Diskussionen oder Aussendungen – einige wesentliche Punkte untergehen. Daher an dieser Stelle vier Einwürfe zur Stadiondiskussion, die man ansonsten nicht so oft hört:

1.) Das Verlustgeschäft „Stadion Liebenau“

Aktuell ist das Stadion Liebenau für die Stadt Graz ein Verlustgeschäft. Obwohl Sturm und GAK hohe Mieten zahlen, sind die Kosten für Betrieb und Instandhaltung des Liebenauer Stadions bei weitem nicht gedeckt. Könnte Sturm das Stadion übernehmen und selbst vermarkten, würde sich die Stadt langfristig Geld sparen, das sowohl in ein zweites Stadion, als auch in den Breitensport investiert werden könnte.

2.) Sturm die „Forderer“

Sturm ist nicht nur „Forderer“: Der Verein zahlt jährlich Steuern und Abgaben im höheren einstelligen Millionenbereich. Darüber hinaus schafft er Arbeitsplätze und eine massive Wertschöpfung in der Region, was der öffentlichen Hand weitere Millionen an Steuereinnahmen bringt. Hinzu kommt, dass Sturm weit über Österreichs Grenzen hinaus Werbung für die Stadt macht und durch Jugendarbeit, Frauenakademie und Special-Needs-Team einen nicht bezifferbaren sozialen Mehrwert schafft. Die öffentliche Förderung bewegte sich 2021 hingegen im niedrigen sechsstelligen Bereich. Dazu kommen natürlich noch Sponsoringbeträge von Stadtnahen Betrieben, denen jedoch ein wesentlich höheren Werbewert entgegensteht. Und trotz der Förderungen und des Sponsoring zahlt Sturm mehr ein als sie bekommen.

3.) Die großen Investitionen in den Profifußball

Die Investitionen, die in den letzten Jahren für die Infrastruktur im Profi-Fußball getätigt wurden, waren minimal. Die Erneuerung des Rasens in Liebenau war notwendig, um den Spielbetrieb aufrechterhalten zu können. Die letzten größeren baulichen Adaptionen liegen hingegen sieben Jahre zurück. Die angekündigte Erweiterung des VIP-Clubs, der finanziell größte Brocken der letzten Renovierungsphase, wurde von der früheren Stadtregierung nach hinten verschoben, da man auf sinkende Preise spekulierte, und ist nun angesichts der angespannten Budgetsituation in der Schwebe. Es ist daher zu befürchten, dass das Stadion Liebenau in der kommenden Saison nicht für die Gruppenphase im Europacup zugelassen wird. Derartige Aussagen von Seiten der UEFA wurden recht eindeutig kommuniziert.
Des weiteren wird gerne unterschlagen, dass Sturm jegliche Investition in Messendorf in den letzten Jahren allein getragen hat und keine Unterstützung der Öffentlichen Hand bekam.

4.) Zu wenig Platz für den Profifußball

Wie häufig übersehen wird, hat Graz seit 2022 mit Sturm II eine dritte Mannschaft im Profiliga-Betrieb. Aufgrund der Bundesliga-Statuten, die maximal zwei Vereine in einem Stadion erlauben, ist Sturm II derzeit gezwungen, Heimspiele in Gleisdorf (oder womöglich sogar in Kapfenberg) auszutragen. Dass eine Prüfung aus dem Jahr 2020 keinen Bedarf für ein zweites Stadion ergeben hat, erscheint unter anderem auch vor diesem Hintergrund hinfällig: Eine 2-Stadien-Lösung ist mittlerweile alternativlos, um diesen einer Sportstadt unwürdigen Zustand zu beheben.

Wenn sich an der aktuellen Situation nichts ändert, wird die Konkurrenzfähigkeit des Grazer Profi-Fußballs notwendigerweise leiden. Ein gemeinsames Stadion für zwei Vereine in einer Stadt ist vollkommen aus der Zeit gefallen und nimmt wertvolle Vermarktungsmöglichkeiten. Nicht ohne Grund werden in Rom und Mailand bald zwei große Stadien stehen, ist man in München und Linz inzwischen wieder getrennte Wege gegangen, auch wenn das noch nicht zu allen vermeintlichen Sportexperten durchgedrungen ist.

Wir hoffen, dass diese Argumente in Zukunft stärker in der öffentlichen Debatte Niederschlag finden: Die aktuelle Situation ist nämlich eine Lose-Lose-Situation. Für die Vereine, deren Entwicklungsmöglichkeiten dadurch künstlich gehemmt werden, für die Stadt, die ein defizitäres Stadion mit all seinen Kosten über Jahre hinweg mitschleppen müsste und für den Sport in Graz.

Bezüglich des enttäuschenden Briefes der Präsidenten der drei Sportverbände möchten wir auf unsere Aussendung vom 3.10.2019 verweisen, die jeden der dort genannten Punkte bereits beantwortet. Es ist wohl einmalig in der Steiermark, dass Vertreter von Sportverbänden öffentlich gegen die Schaffung von neuer Sportinfrastruktur auftreten, noch dazu mit falschen und zweifelhaften Argumenten, und dabei auch noch ihren eigenen Mitgliedsvereinen in den Rücken fallen.




Stadioneröffnung in Linz und eine mögliche Fehlbesetzung im Sportamt

Wer den politisch-medialen Komplex in Graz verstehen will, braucht sich nur die gestrige Kleine Zeitung online zu Gemüte führen. Viel anschaulicher lässt sich wohl nicht darlegen, wie Politik und Beamte auf Medien einwirken, um unliebsame Meinungen zu unterdrücken.

Linz setzt die 2-Stadien-Lösung um

Um 5:50 veröffentlicht die Kleine Zeitung anlässlich der Stadioneröffnung in Linz einen Artikel, in dem sie die dortige, nun umgesetzte 2-Stadien-Lösung thematisiert. Diese sieht vor, dass der LASK die nun eröffnete Linzer Gugl als Pächter für 80 Jahre inklusive Baurecht bekommt. Außerdem wird dem zweiten Verein, Blau-Weiß Linz, ein eigenes, bundesligataugliches Stadion gebaut. Damit ist Linz mit seinen beiden Klubs dem Grazer Fußball einen großen Schritt voraus, und die Vereine ihren Grazer Rivalen wirtschaftlich auf lange Sicht überlegen. Darum wird im Artikel auch die Grazer Situation erläutert, diese ist bekanntermaßen jedoch wenig erbaulich. Nicht nur, dass die neue Koalition bisher keine Fortschritte erzielen konnte. Jetzt wurde sogar, auf Grund der finanziellen Situation der Stadt, der lange versprochene Ausbau des VIP-Klubs erneut verschoben. Sollte Sturm sich im kommenden Jahr für die Champions League qualifizieren, können sich die Fans schon auf Reisen nach Klagenfurt einstellen. Es ist nicht anzunehmen, dass die UEFA das Stadion Liebenau, das bereits in der heurigen Europa League Saison nur gnadenhalber zugelassen wurde, im derzeitigen Zustand in der Königsklasse akzeptiert wird.

Der ahnungslose Sportamtleiter

Von diesem Artikel fühlte sich der Sportamtleiter, der weithin bekannt ein Fußballhasser ist, offenbar auf den Schlips getreten und meldete sich bei der Kleinen Zeitung. Keine 12 Stunden nach Erscheinen des oben erwähnten Artikels, findet sich auf dem Portal der Kleinen Zeitung bereits eine Meldung des Herrn Rajakovics, in dem dieser den Grazer Fußballvereinen ausrichten lässt, dass sie gefälligst in einem Stadion zu spielen haben. Argumentiert wird dies von ihm damit, dass sich unter anderem in Rom die beiden Vereine auch ein Stadion teilen können. Blöd nur, dass die Stadt Rom im Sommer 2022 ihre Unterstützung für ein zweites Stadion bekannt gegeben hat. Bereits 2026 soll dieses eröffnet und die römische 2-Stadien-Lösung umgesetzt sein. Wenn man keine Ahnung von der Stadionsituation in der großen weiten Sportwelt hat, sollte man sich dazu vielleicht nicht äußern.

Des Weiteren versucht Rajakovics die Diskussion durch an den Haaren herbeigezogenen Vergleichen auf ein emotionales Level zu heben, indem er auf andere Sportarten verweist. Aber darum geht es nicht. Jede Sportart soll und muss die Infrastruktur bekommen, die sie benötigt. Es darf hier kein Entweder-oder geben. Ein Sportamtleiter, der Sportarten gegeneinander ausspielt und Grazer Vereine nicht unterstützen will, ist möglicherweise eine Fehlbesetzung.

Es braucht endlich eine Lösung

Fakt ist, die Grazer Fußballvereine benötigen dringendst eine moderne Infrastruktur – und zwar seit gestern. Jedoch blockieren die Politik und ihr Sportsamtleiter jede Weiterentwicklung mit Händen und Füßen. Verschiedenste, für die Öffentlichkeit kostenschonende Varianten wurden präsentiert und von den Verantwortungsträgern ignoriert. Wenn man nur blockiert und keine Lösungen anbietet, darf man nicht beleidigt sein, wenn dieses Verhalten öffentlich kritisiert wird.




Kein Platz in Graz für den Meister?

In den letzten Wochen ist die Stadion-Frage auf einmal wieder in aller Munde: Stein des Anstoßes ist der abgespeckte Umbau des VIP-Bereichs in Liebenau – und ironischerweise melden sich gerade Vertreter jener (abgewählten) Parteien besonders laut zu Wort, die politisch für die aktuelle Misere verantwortlich sind und das Stadion über Jahre hinweg mehr als stiefmütterlich behandelt haben. Dieser politischer Kleingeldwechsel lässt das eigentliche Problem aber unberührt:


Graz braucht eine Zwei-Stadien-Lösung!


Wie bitter notwendig das ist, zeigt die aktuelle Farce rund um den Aufstieg von Sturm II in die 2. Liga: Das Bundesligastatut lässt nämlich nur zwei Vereine pro Stadion und Saison zu: Liebenau ist daher quasi „ausgebucht“. Ein zweites Stadion, das die Bundesligarichtlinien erfüllt, gibt es aber bekanntlich nicht in Graz. Aus diesem Grund müssen unsere Jungen ab der nächsten Saison nach Gleisdorf ausweichen: Wer Sturm II auf die Beine schauen möchte, muss sich zukünftig also ins Auto setzen und in die Oststeiermark fahren.


Die Initiative „Sturm braucht eine Heimat“ und der SK Sturm haben seit Jahren auf diesen Missstand hingewiesen und Verbesserungen für die Stadion-Infrastruktur gefordert: Eine konstruktive Debatte wurde jedoch immer verhindert – und jetzt ist das Malheur perfekt. Es ist schlichtweg peinlich für Graz, dass Vereine dazu gezwungen sind, außerhalb der Stadtgrenzen spielen zu müssen. Die aktuelle Situation zeigt auch: Ein zweites Stadion ist kein „Prestige-Projekt“, sondern eine infrastrukturelle Notwendigkeit, zu der auch das Sportland Steiermark seinen Beitrag leisten müssen wird.


Wir werden uns jedenfalls nicht mit dem Status Quo abfinden und in Zukunft wieder verstärkt aktiv werden, um unserem Ziel – einer eigenen Heimat für den SK Sturm – näher zu kommen.




Wahlzeit is!

Am Sonntag stehen bekanntlich die steirischen Landtagswahlen auf dem Programm, ein guter Zeitpunkt also, die letzten Tage Revue passieren zu lassen.




Zwei-Stadien-Lösung – Ein Verrat am Sport?

Mit Verwunderung, aber auch Bedauern haben wir gestern jenen Artikel in der Kleinen Zeitung zur Kenntnis genommen, in dem die Präsidenten dreier Sportdachverbände öffentlich Stellung gegen den Wunsch zahlreicher steirischer und Grazer Fußballfans, nämlich die Zwei-Stadien-Lösung für Graz, bezogen haben.




Heute großer Stadiongipfel!

Wie man diversen Medien entnehmen konnte, findet heute ein „Stadiongipfel“ in Graz statt. Unser Präsident Christian Jauk wird zusammen mit Bürgermeister Nagl diskutieren, ob und welche Möglichkeiten es gibt, dass Sturm das Stadion Liebenau übernimmt und der Stadt somit hilft, in den kommenden Jahren Millionen zu sparen. Man darf davon ausgehen, dass auch der Stadtrivale GAK Thema dieser Gespräche sein wird, da dieser durch den Aufstieg in die zweite Liga nun auch ein entsprechendes Stadion benötigt.

Zwei Stadien jahrzehntelange Realität

Noch 1996 hatten beide Vereine ihr eigenes Stadion in Graz. Sturm spielte in der Gruabn, der GAK im heute nicht mehr existierenden Stadion in der Körösistraße. 1997 mussten beide Vereine in das neu gebaute Liebenauer Stadion umziehen, was damals sicherlich einen infrastrukturellen Schritt nach vorne darstellte. Allerdings wurden schon zu jener Zeit Stimmen laut, dass die von der Stadt Graz erzwungene Ein-Stadion-Lösung in Zukunft eine Sackgasse sein und zu wirtschaftlichen Nachteilen für beide Vereine führen könnte. Wenige Jahre später wurde diese Frage durch den Konkurs des GAK teilweise aufgeschoben, die Situation war für Sturm als alleinigen Nutzer allerdings auch ohne die Problematik der Stadionteilung niemals eine befriedigende, konnte man in all den Jahren Liebenau ja nie als eigenes Stadion mit allen damit verbundenen Vorteilen (und auch Verpflichtungen) deklarieren.

Nun, 22 Jahre nach dem erzwungenen Umzug, stehen wir erneut vor der Situation, dass beide Vereine das Stadion Liebenau gemeinsam nutzen müssen, da die selbsternannte „Sportstadt Graz“ partout nicht in der Lage und schon gar nicht willens zu sein scheint, zwei Stadien mit Bundesligatauglichkeit zur Verfügung zu stellen. An dieser Stelle mag man einwerfen, dass die Vereine ihre Stadien doch selbst bauen und ansonsten schweigen mögen. Dieses Argument ist jedoch nicht stichhaltig, da den Vereinen die Ein-Stadion-Lösung in den Neunzigern seitens der Stadt aufgezwungen wurde. Nun liegt es auch an der Stadt, dieses Unrecht von damals wiedergutzumachen.

Linz zeigt es vor

Wie das geht, zeigt die Stadt Linz gerade vor. Angesichts der Größe der Stadt sowie der sportlichen Situation der ansässigen Fußballvereine drängt sich der Vergleich zwischen Graz und Linz hier geradezu auf. Aktuell stellt sich die Linzer Situation so dar, dass derzeit ein bundesligataugliches Stadion vorhanden ist, der größere Verein LASK wie Sturm in der Bundesliga und der kleinere Verein Blau-Weiß, der in einem derzeit unzureichenden Stadion beheimatet ist, wie der GAK in der zweiten Liga spielt. Obwohl vor nicht langer Zeit erhebliche Investitionen in die Gugl getätigt wurden, werden sowohl die Gugl als LASK-Stadion als auch der Donaupark als Heimat von Blau-Weiß durch die Stadt quasi neu gebaut, um beiden Vereinen die ihnen zustehende eigene Heimat und damit eine gesunde wirtschaftliche Basis zu schaffen. Eine Übergangslösung, die sicherstellt, dass Blau-Weiß bis zur Fertigstellung des eigenen Stadions wenn notwendig auf der Gugl spielen kann, sichert den Verein auch hier ab. In Linz hat man die Zeichen der Zeit erkannt, welche Rahmenbedingungen für einen professionellen Fußballbetrieb erforderlich sind.

Sturmstadion Liebenau

Diese Lösung muss auch für Graz angestrebt werden! Sturm soll das Liebenauer Stadion übernehmen, was der Stadt kurz-, mittel- und auch langfristig Einsparungen in Millionenhöhe bescheren würde. Man kann es nämlich gar nicht oft genug betonen: Die Stadt Graz schreibt mit dem Liebenauer Stadion seit Jahr und Tag rote Zahlen im siebenstelligen Bereich! Durch diese Einsparungen der Stadt würden mehr als ausreichende finanzielle Ressourcen frei, um dem GAK in Weinzödl ein entsprechendes Stadion zu bauen.

Nur Gewinner

Alle würden gewinnen: Die Stadt – und damit der Steuerzahler – würden sich in Zukunft Millionen sparen, da die Betriebskosten der Stadien bzw. zumindest des Liebenauer Stadions nicht mehr gedeckt werden müssten. Zudem könnte die Stadt das in den Neunzigern an beiden Vereinen begangene Unrecht wiedergutmachen. Die Vereine hätten beide endlich eine Heimat.

Beide Vereine haben ein entsprechendes, adaptierfähiges Stadion, und zwar dort, wo sie es wollen. Auch im persönlichen Gespräch mit GAK-Fans („Sie werden sich noch wundern, was alles möglich ist!“) wird deutlich, dass diese gar nicht nach Liebenau wollen, sondern mit großer Mehrheit ein eigenes Stadion bevorzugen. Allein die derzeitige Situation zwingt sie derzeit nach Liebenau, die beim GAK teilweise spürbare Resignation hinsichtlich eines eigenen Stadions ist wohl ein Symptom von Jahren im Unterhaus gepaart mit angeborenem Österreichertum. Ein eigenes Stadion ist heutzutage notwendig, um wirtschaftlich und damit auch sportlich mithalten zu können und weder für Sturm noch für den GAK ist das eine unerreichbare Utopie! Wir weigern uns entschieden, aufgrund einer angeblichen Undrehbarkeit des Felds und einer windigen, natürlich unverrückbaren Naturschutzbestimmung (Weinzödl) oder stromkreisüberlastenden Grillern zum Würschtelbraten (Liebenau) die derzeitige unbefriedigende Situation für gottgegeben und unabänderlich zu erachten. Wo ein Wille, da ein Weg!

Natürlich verhehlen wir nicht, dass uns das Wohl von Sturm umtreibt und uns der GAK nicht so sehr am Herzen liegt. Nichtsdestoweniger gilt für den GAK aber auch, was für Sturm gilt: Dass ein geteiltes Stadion Liebenau langfristig kein gangbarer Weg für Graz als Heimat von 2 Profivereinen ist und beide Vereine wirtschaftlich eklatant schwächt!

Wenn der Ein-Stadion-Weg langfristig gegangen wird, wird das von manchen so ersehnte Grazer Derby wohl wirklich Realität, allerdings in einer anderen Liga, als diese sich das vorstellen. Wenn alle Beteiligten heute visionär in die Zukunft blicken und gemeinsam versuchen, eine entsprechende Lösung zu finden, wird es am Ende des Tages nur Gewinner geben und Graz kann sich in einigen Jahren hoffentlich wieder zurecht mit dem Titel „Sportstadt“ schmücken.



STADION-WELTREISE UND ABO-GEWINNSPIEL

Jeder braucht eine Heimat! Die meisten Fußballklubs in Europa haben diese bereits. Sowohl nahezu alle Spitzenteams als auch zahlreiche kleine Dorfvereine um die Ecke. Um das auch unserer Stadtpolitik besser zu veranschaulichen, laden wir alle Sturmfans zu unserem Sommer-Gewinnspiel „Stadion-Weltreise“ ein. Mach in deinem Urlaub ein Foto vom Stadion und gewinne ein Sturm-Abo!

Auch West Ham United hat das Stadion für 99 Jahre gepachtet.

So einfach geht’s:

Schritt 1:

Mach ein Foto von einem Fußballstadion, welches der dort spielende Verein besitzt oder pachtet. Ob in Europa, sonst wo auf der Welt oder in Österreich spielt dabei keine Rolle.
Wichtig ist aber: Vergiss deine „Sturm braucht eine Heimat“-Artikel nicht! Falls du noch nicht stolzer Besitzer eines T-Shirts oder der Aufkleber bist, verwende einfach andere Sturm-Fanartikel. Es bleibt dir überlassen, ob du selbst auf dem Foto zu sehen sein möchtest oder nicht. Deiner Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt!

Schritt 2:

Sende das Foto mit dem Namen der Stadt, des Vereins und des Stadions + ggf. mit den Namen der ersichtlichen Personen:

  • per Privatnachricht an unsere Facebook-Seite
  • per Privatnachricht an unsere Instagram-Seite
  • per E-Mail an info@sturmstadion-liebenau.at

Den Rest übernehmen wir…

Wir posten das Foto zeitgleich auf Facebook und auf Instagram. Schlussendlich gewinnt die Einsendung, welche bis Sonntag, 15. September (23:59 Uhr) die meisten Likes erreicht hat (die Postings auf Facebook und Instagram werden zusammengerechnet). Teilen der Beiträge und sonstiges Bewerben ist natürlich erlaubt.

Lucky Loser: Doch auch die Übrigen haben Aussicht auf einen tollen Gewinn. Unter allen anderen Einsendungen wird das 110-Jahre Sturmbuch „Mythos Gruabn“ im Wert von €34,99 verlost!

Mehrfachteilnahmen sind möglich. Das Abo gilt für die Saison 2020/21 für eine Person. Der genaue Platz kann abgesprochen werden, ausgenommen ist VIP. Mit der Zusendung bist du mit der Veröffentlichung auf Facebook, Instagram und auf unserer Website einverstanden. Der Gewinn wird ausschließlich von der Initiative zur Verfügung gestellt. Außerdem steht das Gewinnspiel in keiner Art und Weise mit Facebook oder Instagram in Verbindung.
Viel Spaß im Urlaub und viel Erfolg beim Gewinnspiel!




Die Mär von den 13 Millionen

Eine Geschichte aus Tausendundeiner Nacht

Seit Sturm im Jahr 2012 seine Pläne für den Umbau des Stadions Liebenau präsentiert und Bürgermeister Nagl versprochen hat, sich dafür einzusetzen (nach geschlagener Wahl wollte er davon nichts mehr wissen), werden die Politiker in Graz und Land nicht müde uns zu erzählen, wie viel Geld nicht bereits in die Sanierung des Stadions geflossen sei. Erst vorgestern wurde der Sportstadtrat der Stadt Graz in der Kronen Zeitung (10.05.2019) folgendermaßen zitiert: „13 Millionen sind geflossen, um das Stadion auf Vordermann zu bringen“

Wo sind die 13 Millionen geflossen?

Jeder, der in den letzten 5 Jahren das Stadion betreten hat, wird hier wohl hellhörig werden. 13 Millionen sind eine Menge Geld, doch das Stadionerlebnis für den Besucher hat sich kaum verändert. Noch immer sitzt man im Winter auf alten, wackeligen Eisensesseln, noch immer kann in den Kantinen kein ordentliches Essen angeboten werden, noch immer riecht das Bier nach den veralteten Leitungen. Aber es stimmt, es gab einige Veränderungen im Stadion, die auch Geld gekostet haben. Ob aber tatsächlich bereits 13 Millionen investiert wurden, wie vom Sportstadtrat verkündet, haben wir uns genau angeschaut.

Millionen auch für die Eishalle und für Weinzödl

Alles beginnt am 22. Jänner 2015. In der Gemeinderatsitzung werden von der Stadt Graz 25 Millionen Euro, 12,5 Millionen davon kommen vom Land, freigegeben. 20 Millionen für die Eishalle, 5 Millionen für den Fußball.  Mit Betonung auf Fußball, nicht Stadion Liebenau! Auch Adaptionen in Weinzödl sind hier inbegriffen.

Mit diesem Geld wurden drei der fünf Sektoren der Nordkurve in Stehplatzsektoren umgewandelt, eine Gastrobox auf der Nord installiert, ein neues Sicherheitssystem inkl. Boxen für Einsatzkräfte und TV errichtet und der Rasen saniert. Wie viel Geld diese Maßnahmen nun gekostet haben, lässt sich leider nicht genau nachvollziehen, aber lassen wir es der Einfachheit die zuvor genannten 5 Millionen sein. Auch wenn das bezweifelt werden darf (Stichwort Weinzödl).

Im Oktober 2018 beschließt der Gemeinderat weitere 17,5 Millionen ins Stadion zu investieren. 4,1 Millionen davon werden durch Geld, das in der ersten Phase (25 Mio.) nicht benötigt wurde, gedeckt, waren also bereits für das Stadion reserviert. 3 Millionen kommen vom Land. Die Stadt Graz stellt somit 10,4 Millionen zur Verfügung.

Schauen wir uns nun auch diesen Betrag genauer an. Von den 17,5 Millionen gehen 1,4 Millionen nach Weinzödl. 6,5 Millionen sind für die Eishalle reserviert (Anmerkung: Ins Eisstadion wurden demnach gesamt 26,5 Millionen Euro investiert, das Doppelte von dem, was angeblich ins Stadion investiert wurde).

Die Rechnung geht nicht auf

Unter dem Strich bleiben somit noch 9,6 Millionen für das Stadion. Diese teilen sich wie folgt auf:

  • 0,7 Mio für die neuen Kabinen (erledigt)
  • 1,2 Mio für technische Infrastruktur (erledigt)
  • 5,6 Mio für einen neuen VIP-Klub (offen)
  • 0,1 Mio für die Überdachung der Zugänge (offen)

Dem aufmerksamen Leser wird nun nicht entgangen sein, dass die Summe nur 7,6 Millionen ergibt. Dies resultiert draus, dass wir uns weigern, den Umbau des Vorplatzes inkl. der Umwandlung der ehemaligen Straßenbahnhaltestelle in einen Park sowie die Schaffung einer eher sinnlosen „Eventzone“, die in Wahrheit nichts anderes als ein von der Öffentlichkeit bezahlter Zubau der Tiefgarage der Firma Porr ist, als Investition ins Stadion zu sehen. Eine „Eventzone“ kann auch vom Eishockey oder ganz unabhängig von Halle und Stadion genutzt werden, die Garage wird von der Firma Granit täglich betrieben und der Platz der ehemaligen Straßenbahnhaltestelle wird ein Park, also kein Bereich, der für eine Sportveranstaltung wirklich nutzbar ist.

so stehen wir bei 12,6 Millionen Euro, die tatsächlich für das Stadion reserviert sind. 5,7 Millionen sind bisher jedoch nur geplant, somit wurden effektiv bisher maximal 6,9 Millionen ins Stadion investiert.

Aber kehren wir zurück zu den reinen Kosten für das Stadion. Nimmt man die 5 Millionen der ersten Phase (wobei nicht geklärt ist, ob hier nicht ein Teil nach Weinzödl floss) und die oben genannten 7,6 Millionen für das Stadion, so stehen wir bei 12,6 Millionen Euro, die tatsächlich für das Stadion reserviert sind (weniger als 50% vom Geld, das ins Eisstadion floss). 5,7 Millionen sind bisher jedoch nur geplant, somit wurden effektiv bisher maximal 6,9 Millionen ins Stadion investiert. Wie war das noch mal, Herr Stadtrat?

„13 Millionen sind geflossen, um das Stadion auf Vordermann zu bringen“.



Was für ein Tag – positive Resonanz auf Initiativenstart

Was für ein Tag! Zuerst radelten anlässlich des 110-jährigen Jubiläums des SK Sturm knapp 200 Sturmfans quer durch die Steiermark – von Leoben nach Graz. Danach zogen etwa 1.000 Fans zusammen und lautstark von der Gründungsstätte Augarten zum Herzen des SK Sturm in die Gruabn, wo schließlich über 2.000 Schwarz-Weiße den Geburtstag mit dem Spiel gegen den Donawitzer SV zelebrierten.

Corteo vom Augarten zur Gruabn

Gute Gespräche

Doch das waren nicht die einzigen Ereignisse rund um dieses Jubiläum. Am 1. Mai ging auch unsere Initiative „Sturm braucht eine Heimat! – Sturmstadion Liebenau“ an die Öffentlichkeit mit dem Ziel, die schon lange schwelende Stadionfrage endlich adäquat zu thematisieren. Die Erwartungshaltungen waren nicht sehr hoch, zu groß war das Rahmenprogramm rund um das Vereinsjubiläum. Dennoch wollten wir diesen Tag nutzen, um zumindest die Sturmfans selbst von unserer Idee zu überzeugen. Und dies gelang uns auch ganz gut. Nachdem wir das Thema mit Spruchbändern, die den Radausflug und auch die Veranstaltung in der Gruabn untermalten, aufbereiteten, führten wir in der Gruabn zahllose Gespräche und Diskussionen und konnten hierdurch die Bedenken einiger skeptischer Fans ausräumen. Kurz: Man hatte das Gefühl, dass die Sturmfamilie in ihrer ganzen Breite diese Initiative unterstützt und auch überzeugt vom Nutzen eines eigenen Sturmstadions in Liebenau ist. Somit war unser erstes Etappenziel weitgehend erreicht.

Großes Medienecho

Wir hätten allerdings nicht mit einer derart großen öffentlichen Resonanz gerechnet. Die meisten Medien nahmen sich des Themas an und berichten seit diesem Tag über die Idee, dass Liebenau das Sturmstadion werden soll. Sowohl Online- als auch Printmedien schrieben ausführliche Berichte und interviewten Vorstandsmitglieder, Fans und Politiker zu diesem Thema. Der Grundtenor ist klar: Praktisch niemand leugnet den Nutzen eines jeweilig eigenen Stadions für die Grazer Fußballvereine. Einzig das Geld scheint eine Hürde zu sein.
Aber wie haben wir bereits geschrieben? Wo ein Wille, da auch ein Weg. Graz verträgt und braucht zwei Stadien. Sturmstadion Liebenau – Jetzt!

PS: Aufgrund der großen Nachfrage wird es die T-Shirts zur Initiative auch beim Auswärtsspiel in St. Pölten um €10,- zu erwerben geben.




Die Initiative „Sturm braucht eine Heimat! – Sturmstadion Liebenau“

Warum gibt es diese Initiative?

Ein modernes, eigenes Stadion ist für die Entwicklung eines wettbewerbsfähigen Fußballklubs in der heutigen Zeit unabdingbar geworden. Egal wohin man sich wendet, ob Spanien, Deutschland oder England, bauen oder planen Fußballklubs ihre eigenen Stadien. Auch in Österreich haben mit Salzburg, Rapid und Austria Wien bereits drei Vereine ihr eigenes Stadion. Diese Vereine besitzen auch die mit Abstand höchsten Budgets der Liga. Und nun setzt auch der LASK an, sich eine eigene Heimstätte zu bauen. Sturm bleibt zurück.

Ein eigenes Stadion, in dem der Verein eigenständig Veränderungen vornehmen kann, ist heute notwendig, um Einnahmen lukrieren zu können, indem es z. B. für Events vermietet werden kann und außerdem der Verein die Schankrechte innehat. Auch könnte Sturm das Stadion entsprechend branden, um eine adäquate, identitätsstiftende Heimat zu schaffen und dadurch mehr Fans anzuziehen. All dies ist dringend notwendig, um den Anschluss an die Spitzenvereine nicht zu verlieren.

Genau das aber droht unserem SK Sturm, wenn er weiter nur Mieter im Stadion Liebenau bleibt. Damit unser Verein auch weiterhin konkurrenzfähig sein kann, muss er sein eigenes Stadion bekommen.

Warum Liebenau? Warum kein neues Stadion am Stadtrand?

Zwar zeigt der internationale Trend, dass Vereine ihre Stadien eher am Stadtrand bauen, jedoch sind wir der Überzeugung, dass dies nicht die richtige Lösung für den SK Sturm ist. Zum einen sind diese neuen Stadien meist seelenlos und austauschbar, wie zum Beispiel jenes von Rapid. Ein Stadion muss einzigartig und wiedererkennbar sein.
Zum anderen gehört der SK Sturm als der Verein der Grazer und der Steirer ins Herz der Landeshauptstadt. Liebenau erfüllt genau dies und liegt außerdem an der Grenze zu Jakomini, nur wenige Meter vom Augarten und der Gruabn entfernt. Jenen Orten, an denen der SK Sturm groß geworden ist.

Das Logo der Initiative „Sturm braucht eine Heimat!“

Darum sind wir der Überzeugung, dass Liebenau das Sturmstadion werden muss und wollen dafür sorgen, dass diese Diskussion endlich öffentlich geführt wird und das Stadion letztendlich unsere neue Heimat wird!

Weitere Informationen zur Initiative, sowie Antworten auf viele Fragen rund um diese Thematik findest du auf dieser Website oder unseren Scoial Media Kanälen.

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